Ergebnisse der VACUFIT-Studie im FIT-INN Mörlenbach!

WenigerDurchblutungsstörungen in den Beinen,

Reduktiondes Schlaganfall-Herzinfarkt Risikos durch die

intermittierendeVakuumtherapie?

 

Die Arterienverkalkung (Atherosklerose) mit ihren Folgen, Herzinfarkt und Schlaganfall, ist nach wie vor die häufigste Todesursache in den Industrienationen. Über die Hälfte aller Deutschen stirbt an einem dieser Ereignisse. Vor allem Personen über 65 Jahren leiden unter der Arterienverkalkung, dabei ahnen 9 von 10 Betroffenen nichts davon. Die Lebenserwartung der Betroffenen ist um ca. 10 Jahre vermindert.

Besonders betroffen sind Raucher,Diabetiker, Übergewichtige, Bluthochdruckpatienten und alle, die sich zu wenig bewegen. Erste Anzeichen von Gefäßproblemen machen sich an den Beinen zumBeispiel über Schmerzen beim Gehen, Besenreiser, Krampfadern, Lipödeme oder schweren Beinen bemerkbar.

 

Hintergrund:

Im Rahmen seiner Bachelorarbeit suchte Nicolas Silber, Gesundheitscoach im FIT-INN Mörlenbach, Probanden, die an seiner wissenschaftlichen Arbeit teilnahmen. Gegenstand der Arbeit war „Die Untersuchung des VACUFIT-Plus Gerätes von Weyergans auf das Gefäßsystem“. Der VACUFIT therapiert mit einem Unterdruck- und Überdruckwellen-Verfahren den Unterkörper. Es wurde von Weyergans zusammen mit dem Institut für Weltraummedizin der Deutschen Luft- und Raumfahrtgesellschaft entwickelt.

Die Studie wurde in 2 Gruppen aufgeteilt. Beide Gruppen legten sich jeweils über acht Wochen 2-mal die Wochein das VACUFIT-Gerät von Weyergans. Eine Gruppe trainierte zusätzlich 2-mal die Woche mit dem Chipkartengesteuerten Kraft-Ausdauer-Zirkel von MILON à 30 Min.

 

Methodik:

In der kontrollierten Studie wurde mit dem boso ABI-Knöchel-Arm-Index System 100 Risiko- und Realisationsfaktoren provoziert und die Durchblutung der Beine gemessen. Der Knöchel-Arm-Index, kurz ABI ist ein Wert, der durch Dopplersonographie und Blutdruckmessung bestimmt werden kann. Hierfür werden Blutdruckmanschetten an beiden Oberarmen und Knöcheln angelegt. Ist der Druck am Knöchel geringer als der Druck der Armarterie (ABI 0,9), gilt dies als Beweisfür Einengungen der Beingefäße durch Atherosklerose (Kalkablagerung),Fettablagerung (erhöhte Cholesterinwerte), Blutzucker (Diabetes) oder anatomisch verengerter Gefäße (Bluthochdruck).

 

Es erfolgte eine klassischeprä-post-Messung, d. h., die Durchblutung der Beine wurde vor Studienbeginn und nach 8-wöchiger Therapie mit dem VACUFIT-Gerät und dem bewegungswissenschaftlichen Aspekt festgehalten. Zusätzlich wurde über einen Fragebogen das subjektive Empfinden der Beinleiden vor und nach der Studie evaluiert und ausgewertet.

Die empirische Studie umfasste am Ende der Intervention eine Grundgesamtheit von n= 45 Teilnehmer/innen. Diese wurden in eine Experimentalgruppe (Gruppe ohne Sport n=18, 9 weiblich, 9 männlich) und eine Kontrollgruppe (Sportgruppe n=27, 10 weiblich, 17 männlich) aufgeteilt. Deren Durchschnittsalter liegt bei 58 Jahren.Des Weiteren erfüllten Sie mindestens einen der aufgeführten

Einschlusskriterien :Bluthochdruck, Diabetes mellitus, erhöhte Cholesterinwerte, Bypass, Koronare Herzkrankheit, Lipödem, Raucher, Übergewicht sowie Durchblutungsstörungen in den unteren Extremitäten.

 

Ergebnisse:

Die VACUFIT-Therapie führte zu einer besseren Durchblutung der Beine und dem damit einhergehenden positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System. Wie die Abbildung 1 (Sport Gruppe)darstellt, konnte eine positive Entwicklung der Beindurchblutung von 9% rechts und 8 % links festgestellt werden. Die ABI-Mittelwerte der Probanden, die ausschließlich mit dem VACUFIT therapiert wurden (Abbildung 2), verbesserten sich auf der rechten Körperseite um 1% und links um 5%.

 

  

Der entstandene Unterdruck im Unterkörper löst die Bewegung des zirkulierenden Blutes in den Unterkörper aus. Durch die Gefäßweitstellung kam es zur Durchblutungsförderung der Gefäße und Muskulatur (Mikro-Makroperfusion). Dies erzielt eine Senkung des Gefäßwiderstandes sowie eine Blutflussreduktion. Eine physiologische Anpassung,die insbesondere unter präventiver Sicht des Herzinfarkt-Schlaganfall-Risikos eine große Rolle spielt.

Subjektives Empfinden:                                                                                                                

Das VACUFIT Gerät konnte zusätzliche eine Steigerung des Rückflusses über abtransportierende Gefäße (Venen, Lymphe)hervorrufen. Die Lymphe transportierte abgestorbene Zellen,Stoffwechselendprodukte, Eiweiße, Fremdkörper, Bakterien und Fette in Richtung Venen. Der Mechanismus der Venenklappen sorgt mit der rhythmischen Kontraktion der Beinmuskulatur, die über das Training im MILON erreicht wurde, zu weiteren Rückleitungen (verblassen der Besenreiser, Reduktion der Wassereinlagerungen). Das Gewebe wird entsäuert, womit die Enzyme wieder neues Bindegewebe bilden können.So kommt es zu zahlreichen positiven Änderungen des Hautbildes wie die Minderung der Orangenhaut (Cellulite), der Hauttrockenheit, Verbesserung des Hauttonus, Stärkung der Epidermis. Außerdem regte die Membran des VACUFIT Gerätes die Darmtätigkeit an und unterstützte die Durchblutung der Bauchorgane.So kam es zur Verdauungsförderung einiger Teilnehmer. Probanden, die unter Verschlüssen in den Beinarterien litten (ABI >0,9), konnten durch die dilatative Behandlung Verbesserungen der Durchblutung war nehmen. Das subjektive Empfinden der Beinleiden konnte in der 8-wöchigen Studie vermindert werden. Zum Abschluss konnte das allgemeine Empfinden um 1,2 Score Punkte aufgewertet werden.

Fazit:                                                                                                                          

Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass die durchgeführten Maßnahmen für annähernd alle Studienteilnehmer in allen Zielbereichen überwiegend positive Effekte hervorriefen. Hervorzuheben ist die verbesserte Durchblutung der Beine, eine erhöhte Gefäßelastizität, Verbesserungen der Beinleiden. Die körperliche Aktivität führte zu schnelleren Ergebnissen.

Nicole Taufertshöfer & Heiko Taufertshöfer-Hohenadel