CORONAVIRUS: WARUM SPORT DIE BESTE MEDIZIN IST

In Zeiten der Corona-Pandemie wird einmal mehr klar, wie wichtig regelmäßiges Training zur Stärkung des Immunsystems ist: Nach wie vor ist Sport die beste Medizin.

Wer die Nachrichten verfolgt, kennt die empfohlenen Hygiene- und Verhaltensregeln: gründlich Hände waschen, in ein Papiertaschentuch oder die Armbeuge niesen, Oberflächen gründlich reinigen und sich in Quarantäne begeben, falls Kontakt zu einem bestätigten Coronavirus-Fall bestand. Bis ein wirksamer Impfstoff gegen das neuartige Virus Covid-19 zur Verfügung steht, sind das die Empfehlungen, um sich und andere zu schützen.

Die gute Nachricht: Als Fitness Leader tust du bereits das Beste, um dein Immunsystem zu stärken und deinen Körper beim Kampf gegen Krankheiten zu unterstützen: du treibst regelmäßig Sport.

Denn wie wir schon lange wissen: Sport ist ein echtes Wundermittel. Er kann heilsame Prozesse im Körper anstoßen, den Verlauf von Muskel-Skelett- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder multipler Sklerose regelrecht umkehren und wie Balsam für die Psyche, etwa als Mittel gegen Angstzustände und Depressionen, wirken. Sport macht uns also nicht nur fit und stark, sondern es gibt weitere Gründe, warum deine Kursteilnehmer und du gerade jetzt weitertrainieren solltet (wenn auch viele ihr Training von zu Hause aus absolvieren müssen).

STÄRKT DIE ABWEHRKRÄFTE

Körperliche Fitness macht auch dein Immunsystem fit. Sport fördert die Durchblutung und steigert die Leukozytenanzahl (weiße Blutkörperchen) im Blut, welche bei der Immunantwort auf einen Krankheitserreger arbeiten. Empfohlen werden mindestens 150 Minuten moderates Ausdauertraining oder 75 Minuten intensives Training pro Woche, doch grundsätzlich gilt: Wenig Sport ist besser als gar kein Sport. Eine Studie ergab, dass bereits 30 Minuten zügiges Gehen die körpereigene Immunabwehr stärkt und die Bildung von T-Killer-Zellen und vieler weiterer „Immunkämpfer“ im Blut fördert.

MINDERT DAS RISIKO FÜR CHRONISCHE KRANKHEITEN

Das Projekt „Exercise Is Medicine” des American College of Sports Medicine verdeutlicht die Vielzahl an gesundheitlichen Vorteilen von Training, darunter ein vermindertes Risiko für verschiedene Krebsarten, starke Gewichtszunahme (und damit verbundene Krankheiten wie Diabetes) sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen (darunter Bluthochdruck und Schlaganfälle). Bei Menschen, die Sport treiben ist demnach die allgemeine Sterblichkeitsrate geringer. Eine weitere großangelegte Analyse aus dem Jahr 2009 ergab, dass auch Menschen, die bereits an chronischen Krankheiten leiden, von denselben gesundheitlichen Vorteilen profitieren.

BALSAM FÜR DIE SEELE

Stresshormone schwächen unser Immunsystem. Mit Bewegung, z. B. in Form von Yoga, können wir Stress jedoch ideal vorbeugen. Zahlreiche Studien ergaben, dass regelmäßige körperliche Aktivität mit einer besseren psychischen Gesundheit zusammenhängt. Demnach ist das Risiko für Demenz, Angstzustände und Depressionen geringer und kognitive Fähigkeiten, Lebensqualität und Schlaf werden deutlich verbessert. Neueste Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften zeigen, dass wir selbst von moderater körperlicher Aktivität enorm profitieren.

Natürlich ist Sport kein Allheilmittel und in einem Notfall wird kein Workout der Welt helfen. Eine großangelegte Studie aus dem Jahr 2013, bei der die Wirkung von Training und die Gabe von Medikamenten verglichen wurde, zeigte jedoch, dass körperliche Fitness bei der Bekämpfung chronischer Krankheit ebenso gut, wenn nicht sogar besser wirkte.

Heiko und Nicole
Nicole Taufertshöfer & Heiko Taufertshöfer-Hohenadel